«Bringt Therapie etwas, wenn keine Lust da ist?»

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Renate und ihr Freund sind glücklich. Sex haben sie nicht mehr. Nun hat sie sich auf eine Affäre eingelassen. Dass das auf Dauer nicht gutgehen kann, weiss sie.

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Ich bin seit zehn Jahren in einer festen, harmonischen und glücklichen Beziehung. Unsere Liebe ist bis heute stark gewachsen und wir können uns ein Leben ohne einander nicht mehr vorstellen. Er ist gleichzeitig mein Partner, bester Freund, Verbündeter und WG-Mitbewohner. Nur im Bett funktioniert es überhaupt nicht. Der Reiz ist verflogen und er zieht mich sexuell schon länger nicht mehr an. Früher war ich sehr aktiv, sorgte für Abwechslung und Überraschungen. Aber seit fünf Jahren ist der Ofen aus – und ich gebe mir keine Mühe mehr. Wenn es dann mal zu Sex kommt, meistens in den Ferien, fehlt die Leidenschaft. Wir haben auch schon oft darüber gesprochen, kommen aber nicht weiter. Weil Reden aber zunehmend peinlicher wurde, verdrängen wir das Thema nun einfach. Vor drei Monaten habe ich mich auf eine rein sexuelle Affäre eingelassen. Einfach, um mein Verlangen zu stillen. Das Schlimmste dabei ist: Ich habe nicht einmal ein schlechtes Gewissen – im Gegenteil: Ich fühle mich zurzeit richtig gut, bin vitaler, aktiver und zufriedener. Da ist ein echter Partner und nebenbei pflege ich eine aufregende Affäre. Ich bin heute bereit, die gleiche Freiheit auch meinem Partner zuzugestehen. Aber er würde sich niemals auf eine offene Beziehung einlassen und auch eine Affäre meinerseits nicht akzeptieren. Ich möchte ihn nicht verlieren, kann aber auch nicht auf mein Bedürfnis verzichten. Mir ist auch bewusst, dass dies längerfristig nicht funktionieren wird. Was soll ich tun? Könnte eine Paartherapie etwas bringen, wenn kein sexuelles Interesse mehr da ist?

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